Lars Paetzold, die ligaleitende Stelle des DBV

21. März 2012
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Lars Paetzold, der Ligaleiter

Knapp vier Monate ist Lars Paetzold jetzt im Amt. „Der Neue“ in der Mainzer DBV-Geschäftstelle hatte vorher nichts mit Baseball am Hut. Das hat sich für den sympathischen Frankfurter schnell geändert. Der Referent für Ligaleitung und Vereinsentwicklung stand Baseball-Bundesliga.de bereitwillig Frage und Antwort.

Als neuer DBV-Hauptamtlicher sind Sie jetzt vier Monate im Amt. Wie ist Ihr erster Eindruck vom Baseball made in Germany?
Paetzold: Der erste Eindruck ist sehr gut. Auf jeden Fall ist hier sehr viel Potenzial vorhanden, soviel kann ich schon sagen. An den Standorten, die ich bisher selbst gesehen habe, Paderborn, Regensburg und Mainz, tut sich einiges. Es gibt eine Menge Personen, die den Sport vorantreiben möchten.

Im Sport konnten Sie bislang Erfahrungen mit Tischtennis und im Klettersport machen. Hatten Sie auch einen Bezug zu den sog. amerikanischen Sportarten, oder mussten Sie sich zunächst ein paar Spiele im TV anschauen um zu wissen, worum es überhaupt geht?
Paetzold: Ich hatte immer schon Kontakt zum Sport im Allgemeinen und auch im Speziellen. Bei den US-Sportarten konnte ich dem American Football bisher das meiste abgewinnen. Als Frankfurter hatten wir ja die Galaxy vor Ort. Ich wusste aber, worum es im Baseball geht. Den Rest kann man sich gut anlesen.

Offiziell sind Sie Referent für Ligaleitung und Sportentwicklung. Mit welchem Teil Ihrer Stellenbeschreibung waren Sie bislang am meisten beschäftigt?
Paetzold: Die Ligaleitung stand bisher im Vordergrund meiner Tätigkeit, ganz klar. Die neue Saison musste vorbereitet werden damit alles pünktlich ins Rollen kommt. Da man viel auch mit ehrenamtlich tätigen Personen zu tun hat, muss man auf viele Dinge/Antworten auch einfach warten, so ist das nunmal. Der entwicklerische Teil meiner Stellenbeschreibung wird in den kommenden Wochen sicher mehr Raum erhalten.

Die erste Bundesliga geht mit der elektronischen Erfassung des Spielgeschehens neue Wege. Was bedeutet das für die ligaleitende Stelle?
Paetzold: Das kann ich noch nicht beurteilen.  Bisher konnte ich noch keine Erfahrungen damit sammeln. Trotzdem ist es natürlich eine schöne Sache, die Spiele nunmehr quasi „live“ verfolgen zu können.

Die Erstellung des Spielplans ist immer eine Herausforderung. Auf was haben Sie dabei in diesem Jahr besonderen Wert gelegt?
Paetzold: Den Spielplan habe ich nicht selbst erstellen müssen, ich habe jenen mehr oder weniger von meinen Vorgängern geerbt. Meine Arbeit bestand hauptsächlich in der Bearbeitung etlicher Spielverlegungsanträge. Beispielsweise aufgrund der zahlreichen gesplitteten Doubleheader in der 1. Bundesliga oder aufgrund der eingeschränkten Platzverfügbarkeiten mancher Vereine. Für die Softball-Bundesliga wurden auch viele Partien anfahrtsökonomisch zusammengelegt.

Nach Jahren der Abstinenz soll es 2012 auch wieder ein All Star Game in der 1. Bundesliga geben. Wie lautet der letzte Stand in Sachen Ausrichtung?
Paetzold: Ursprünglich wollten wir das Spiel in Mainz austragen, leider konnte der vorgesehene Ausrichter dann doch nicht zusagen. Wir haben noch keine spruchreife Alternative, obwohl Anfragen an andere Ausrichtervereine laufen.

Zum Abschluss ein kleiner Test: Beschreiben Sie uns bitte kurz einen Split Finger Fastball. Und was bedeutet es, wenn ein Spieler einen Cycle schlägt?
Paetzold: [lacht und beteuert keine Hilfe von den Kollegen aus der Geschäftsstelle erhalten zu haben] Wie der Name schon sagt, nimmt der Werfer den Ball zwischen zwei Finger und wirft ihn dann. Der Ball beschreibt dann eine kurz vor dem Schlagmann nach unten wegbrechende Flugbahn. Beim „Cycle“ musste ich mich einlesen, okay. Ich weiß jetzt aber, dass ein Schlagmann im Spiel alle Bases während seiner Schlagversuche mit jeweils einem Schlag erreicht haben muss.

 

Veröffentlicht in: Nachgefragt
Veröffentlich von: Matthias Slovig. Matthias Slovig bei kontaktieren